Wann wird die Dialyse eingesetzt?

  • vorübergehend bei akutem Nierenversagen oder Vergiftungen
  • dauerhaft bei chronischem Nierenversagen in fortgeschrittenem Stadium

Was bedeutet Dialyse?

Der Begriff Dialyse (griech. dialysis = Auflösung, Trennung) bezeichnet eine künstliche Blutwäsche bei Menschen mit schweren Nierenschäden, deren Nieren den Körper nicht mehr von schädlichen Substanzen und überflüssigem Wasser befreien können. Bei der Dialyse (Blutwäsche) entzieht man den Patienten in vier Stunden etwa drei Liter Flüssigkeit. In dieser Zeit hat das Herz etwa 1000 Liter Blut durch den Körper gepumpt.

Produziert der Körper bei Diabetes zuviel Insulin?

Auch hier muss wieder zwischen den verschiedenen Diabetestypen unterschieden werden. Bei Typ-1-Diabetes wird zu wenig bzw. schließlich gar kein Insulin mehr produziert, wodurch der Blutzucker ansteigt. Bei Typ-2-Diabetes kann das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin nicht richtig wirken, da die Rezeptoren, die Stellen, an denen das Insulin "andockt", verändert sind. Folglich versucht der Körper, diese Fehlfunktion auszugleichen, indem er immer wieder und wieder mehr Insulin produziert. Es kommt also zum "Hyperinsulinismus". Der Blutzucker bleibt aber trotzdem hoch, da das Insulin aufgrund der veränderten Rezeptoren keine Blutzuckersenkung bewirkt. Schließlich ist die Bauchspeicheldrüse überfordert und die Insulinproduktion versiegt.

Dürfen Diabetiker Cola Light trinken?

Ja, im Gegensatz zur normalen Cola ist in Light Produkten der Zucker durch Zuckeraustauschstoffe ersetzt worden. Diese Stoffe enthalten keine Kohlenhydrate, daher beeinflussen sie den Blutzucker nicht und können zumindest aus dieser Sicht ohne Probleme getrunken werden. Es ist aber auch ohne weiteres möglich, normale Cola zu trinken, wenn ausreichend Insulin dafür gespritzt wird, oder wenn der Blutzuckeranstieg gewünscht ist, z.B. in einer Hypoglykämie.

Dürfen Diabetiker Alkohol trinken?

Auch hier gilt der Grundsatz "Alles in Maßen, nicht in Massen". Bei einer guten Einstellung sollte der Genuss von Alkohol kein Problem darstellen. Da Alkohol meist mit Kohlenhydraten kombiniert ist (Bier, Wein, etc.) kommt es zunächst zu einem Anstieg des Blutzuckers. Der Alkohol selbst hat eine blutzuckersenkende Wirkung, leider tritt diese verzögert ein und hat einen unregelmäßigen Charakter. Daher besteht die Gefahr einer Hypoglykämie (Unterzuckerung). Um dieser vorzubeugen, sollte der Diabetiker auch unter Alkoholeinfluss jederzeit in der Lage sein seinen Blutzucker zu bestimmen und geeignete Gegenmaßnahmen unternehmen können, z.B. etwas zu essen.

Diabetis, Diabethis oder Diabetes?

Diabetes wird mit "es" am Ende geschrieben. Diabetes ist im Grunde nur die Kurzform von Diabetes mellitus, was soviel wie "Honigsüßer Durchfluss" bedeutet. Dies geht auf die Diagnostikmethoden im alten Griechenland zurück. Da es damals noch keine hochmodernen Labors gab, überprüften die Ärzte den Geschmack des Urins, und stellten fest, dass dieser süß schmeckt. Neben dem Diabetes mellitus gibt es auch noch den Diabetes insidipus (vermehrte Urinausscheidung, gesteigertes Durstgefühl) und den Diabetes renalis (Störung der Nierenfunktion).

Trägt man die Pumpe 24 Stunden am Tag?

Ja, die Pumpe begleitet einen 24 Stunden am Tag. Zum Duschen, Sport oder wann immer sie stören würde, kann man sie bis zu 2 Stunden abnehmen. Die meisten Katheter lassen sich abkoppeln, so muss für diese kurze Pause dann kein neuer Katheter gesetzt werden, sondern der Bestehende kann weiter verwendet werden. Viele sagen, dass sie es sich nicht vorstellen können, ständig ein technisches Gerät bei sich zu tragen. Aber es ist wie so oft eine Frage der Gewohnheit. Was machen denn wir denn mit unseren Handys?

Ist Diabetes die Zuckerkrankheit?

Diabetes mellitus wird umgangssprachlich als "Zuckerkrankheit" bezeichnet. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Richtig wäre "Krankheit des Kohlenhydratstoffwechsels", denn alle Kohlenhydrate, die wir essen, wie z.B. Brot, Kartoffeln, werden im Körper zu Zuckern abgebaut. Zucker ist ein guter Energielieferant genau wie Beispielsweise Bananen oder Kartoffeln. Genauso gut könnte man Diabetes mellitus die "Kartoffelkrankheit" nennen.

Macht die Pumpe alles alleine?

Nein, die Pumpe ist nur für die Abgabe des Insulins verantwortlich. Sie gibt kontinuierlich den ganzen Tag über eine sogenannte Basalrate ab. Nimmt man eine kohlenhydrathaltige Mahlzeit zu sich, muss das zusätzliche Bolusinsulin berechnet und zusätzlich abgegeben werden. Ganz neu auf dem Markt sind Pumpen, die mit einem Glucosesensor kommunizieren, der kontinuierlich den Blutzucker misst. Kommt es zu einem ungewöhnlich starken Abfall oder Anstieg des Blutzuckers, warnt die Pumpe den Patienten und gibt eventuelle Therapievorschläge.

Spielen falsche Ernährung und mangelnde Bewegung eine Rolle?

Hier muss zwischen verschiedenen Diabetes-Typen unterschieden werden. Ein Typ-1- Diabetes entsteht durch eine Autoimmunreaktion. Ob man viel Sport gemacht hat oder sich gesund ernährt, hat keinen Einfluss darauf, ob man einen Typ-1-Diabetes bekommt. Da der Hauptrisikofaktor für einen Typ-2-Diabetes das Übergewicht ist, kann durch viel Sport und eine gesunde Ernährung dazu beigetragen werden, einen Typ-2-Diabetes zu verhindern.

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